Verbindung schlägt fehl
Ein Konto verbindet sich nicht, beim Einrichten oder plötzlich nach Monaten. Die gute Nachricht: Die Ursachen sind fast immer dieselben vier, und sie lassen sich der Reihe nach ausschließen.
Wo es hakt, zeigt YouniqMail an mehreren Stellen: als rotes Warndreieck neben dem Konto in der Seitenleiste (der Tooltip nennt den Grund), als Hinweis in der Kopfzeile und als Meldung, wenn die Anmeldung scheitert.
1. Ist es das Netz?
Abschnitt betitelt „1. Ist es das Netz?“Klingt banal, spart aber die halbe Fehlersuche: Funktionieren andere Konten? Lädt der Browser Seiten? In Hotel- und Firmennetzen sind die Mail-Ports (993, 465, 587) gern gesperrt, während das Web funktioniert. YouniqMail zeigt dann Offline an, weil es seine Mailserver nicht erreicht. Hier hilft nur ein anderes Netz oder ein Gespräch mit der IT.
2. Passwort und Anmeldeverfahren
Abschnitt betitelt „2. Passwort und Anmeldeverfahren“Der häufigste Fall bei „Anmeldung fehlgeschlagen“:
- App-Passwort nötig? iCloud, Yahoo und Gmail verlangen eines, viele andere, sobald Zwei-Faktor-Anmeldung aktiv ist. Das normale Passwort wird dann immer abgelehnt.
- IMAP freigeschaltet? GMX und WEB.DE liefern erst nach der Freischaltung im Webmail.
- Passwort geändert? Nach jedem Passwortwechsel beim Anbieter muss das neue auch ins Konto: Einstellungen → E-Mail-Konten, beim Konto IMAP/SMTP-Einstellungen ändern, das neue Passwort eintragen (leer gelassene Felder behalten das gespeicherte) und mit Verbindung testen prüfen. Bei Konten mit Microsoft-Anmeldung gibt es diesen Weg nicht: Entferne das Konto und füge es neu hinzu, siehe Microsoft.
Nach einem Anmeldefehler pausiert der Abgleich des Kontos. Neue Mails kommen erst wieder, wenn die Zugangsdaten stimmen.
3. Serverangaben
Abschnitt betitelt „3. Serverangaben“Bei manuell eingerichteten Konten lohnt der zeichengenaue Vergleich mit der Anbieter-Dokumentation, siehe Beliebigen Anbieter einrichten:
| Feld | Typische Fehler |
|---|---|
| Server | mail. statt imap., Tippfehler in der Domain |
| Port | 993 für IMAP (143 mit STARTTLS); 465 mit SSL/TLS oder 587 mit STARTTLS für SMTP |
| Verschlüsselung | SSL/TLS und STARTTLS vertauscht |
| Benutzername | volle Adresse statt Kurzname (oder umgekehrt) |
Wechselst du die Verschlüsselung, setzt YouniqMail den üblichen Port gleich mit; passt ein Port nicht zur Verschlüsselung, warnt das Formular.
Eingang und Ausgang sind getrennte Baustellen: Verbindung testen prüft erst IMAP, dann SMTP, und sagt, welcher Teil scheitert. Wenn Mails ankommen, aber nicht rausgehen, liegt es am SMTP-Teil.
4. Der Anbieter selbst
Abschnitt betitelt „4. Der Anbieter selbst“Störungen kommen vor. Die Statusseite des Anbieters (oder eine kurze Suche nach „Anbieter Störung“) klärt in Sekunden, ob das Problem gerade tausend andere auch haben.
Sonderfälle
Abschnitt betitelt „Sonderfälle“Proton Mail: Verbindungsfehler heißen fast immer, dass die Bridge nicht läuft. Nach einer Neuinstallation der Bridge kann sie außerdem ein neues Zertifikat zeigen; das bestätigst du in den Kontoeinstellungen.
Antivirus und Firewall: Manche Sicherheitsprogramme klemmen sich in Mailverbindungen („SSL-Scanning“) und ersetzen dabei das Zertifikat des Servers. YouniqMail lehnt solche Verbindungen ab, die Zertifikatsprüfung lässt sich nicht abschalten. Eine Ausnahme für YouniqMail im Sicherheitsprogramm löst das.
Proxy: Eigene Proxy-Einstellungen für Mailverbindungen gibt es nicht; YouniqMail braucht direkten Zugang zu den Mail-Ports.
Es ging monatelang, dann nicht mehr, ohne Änderung: Meist ein widerrufenes App-Passwort, eine zurückgezogene Anmeldung oder eine serverseitige Umstellung. Der Tooltip am Warndreieck in der Seitenleiste nennt den Grund; die Protokolle liefern die Langfassung.